nzz interview with heiner ullrich

There was an interesting interview with Heiner Ullrich in NZZ yesterday. Heiner Ulrich is professor of education and has written about waldorf education. I found a couple of his replies particularly interesting. The first of the two questions deals with the — sometimes misguided — reasons parents have for choosing waldorf:

Sie suchen ein Arbeitsbündnis zwischen Elternhaus und Schule. Das klappt dann allerdings nicht immer. Denn Waldorfschulen, so heissen sie in Deutschland, sind für viele unerwartet stark weltanschaulich ausgerichtet, und ihre Lehrer, die häufig selbst Anthroposophen sind, nehmen für sich in Anspruch, in Sachen Erziehung und Bildung die Definitionshoheit zu haben. Dem muss man sich als Eltern unterordnen. Sicher kommt das nicht sehr doktrinär daher, aber Experimente und Versuche – das gibt es hier nur selten, denn die Fragen sind nun mal beantwortet. Es kommt deshalb auch zu Missverständnissen: wenn Eltern zum Beispiel eine antiautoritäre Schule erwarten. Dies ist die Waldorfschule überhaupt nicht, im Gegenteil: Sie führt sehr stark.

The second of them asks what the main drawback of waldorf education is.

Ein offensichtlicher Schwachpunkt ist die Ausbildung der Klassenlehrer, die ja bei manchen nur an den anthroposophischen Lehrerbildungsstätten stattfindet. Das reicht heute einfach nicht mehr. Wie die anthroposophischen Mediziner zuerst Schulmedizin studieren, würde ich mir auch in den Waldorfschulen den «Lehrer plus» wünschen, der zuerst die normalen pädagogischen Konzepte kennenlernt. Es ist gut, dass sich die anthroposophischen Lehrerbildungsinstitute heute in vielen Ländern akkreditieren müssen und dadurch ein Öffnungsprozess zu den Pädagogischen Hochschulen in Gang kommt.

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