ganzheits-guru

German article on Steiner the ‘Ganzheits-Guru’, his 150th birthday and the exhibition opening currently in Stuttgart:

Dabei erschließt sich vor allem die Entstehung der Anthroposophie aus dem mystisch gestimmten Zeitgeist von Lebensreform und Jugendstil. Ob Wandervögel, Pflanzenköstler oder FKK-Anhänger – das Angebot an Alternativbewegungen um 1900 war reich. Neue Daseinskonzepte entwickelten die Theosophen mit ihrem auf spirituelle Weltschau angelegten Gedankengut. Steiner gehörte anfangs dieser Gruppe an, zog aber bald sein eigenes Ding durch. Aus der Theosophie wurde die Anthroposophie. Statt Gott sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen.

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Mancher Kritiker wird sich daran stoßen, dass rassistische Äußerungen Steiners nur in einer Texttafel problematisiert werden. Dennoch bleibt von dem Weltlehrer mehr Anregendes als das Buchstabenhüpfen der Eurythmie, mehr auch als der Meditationskitsch der Anthroposophenkunst, die in Stuttgart zum Glück kaum auftaucht. Zumindest, was die kreative Komponente anbelangt, kommt Steiners Wirken überzeugend aus der Klischee-Ecke heraus. Spätestens, wer in eine der Farbkapseln krabbelt, erfährt es selbst: Anthroposophie tut gut.

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