af klint

Den svenska konstnärinnan Hilma af Klint i Frankfurter Allgemeine Zeitung i dag.

‘Hilma af Klint gründete 1892 mit einer Freundin aus der Kunstakademie einen Zirkel für spiritistische Zusammenkünfte. Am Beginn solcher Séancen wurde aus der Bibel vorgelesen; was dann folgte, bezeugen die Aufzeichnungen im Nachlass. Wie unter Strom füllten die zeichnenden Frauen Seiten um Seiten, zum Teil mit floralen Motiven, zum Teil auch mit blitzartigen Linien, ein Stil, den man im zwanzigsten Jahrhundert „expressionistisch“ nennen wird.

‘Eine Zeichnung ist aber noch kein Ölbild, abstrakte Skizzen gibt es in der Kunstgeschichte wie Sand am Meer. 1905 meldete sich jedoch eine Stimme, die folgende Nachricht an Klint hatte: „Du sollst eine neue Lebensanschauung verkünden. Deine Bemühungen werden Früchte tragen.“ Im November 1906 beginnt Klint ihre Arbeiten am „Tempel“, ein Projekt, das schließlich 193 Gemälde umfasst, die meisten davon abstrakt. Nach dem Willen von Klint hätte ein Gebäude dafür errichtet werden sollen, aber es kam nicht dazu. 1908 besuchte nämlich Rudolf Steiner ihr Atelier, der bis dahin noch der Theosophischen Gesellschaft angehörte und in Stockholm Vorträge hielt. Steiner ermahnte Klint, sie solle nicht unbewusst malen – daraufhin hörte sie erst einmal vier Jahre damit auf.’ Läs vidare.

En del av af Klints verk kan ses på utställningen See! Colour! i Järna. Den öppnar i maj. Också Moderna Museet i Stockholm förbereder en utställning.