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‹Der Anthroposophische Bilderrahmen› lautet der Titel der am 3. Oktober 2011 in Dornach eröffneten Ausstellung. Sie zeigt vorwiegend leere Rahmen, nur einige Exponate beinhalten die Bilder, für die die Rahmen gefertigt wurden – eine kunstgeschichtliche Premiere, die erstmals ‹anthroposophische› Bilderrahmen in großer Vielfalt und herausragenden Exemplaren würdigt und kontrastreich im und zum östlichen Rohbautreppenhaus des Goetheanum inszeniert. Zwar ist das Adjektiv ‹anthroposophisch› für den Rahmenstil aus Dornach weder definiert noch etabliert, aber wer diese Rahmen kennt, weiß, wovon die Rede ist. Oder meint es zu wissen, denn wir reden von zweierlei Rahmen: Es gibt viele sehr gute Rahmen und sehr viele weniger gute. Wer vorwiegend mit letzteren Bekanntschaft gemacht hat, wird vielleicht der Ansicht sein, dass man anthroposophische Rahmen besser stillschweigend ignorieren sollte, statt sie auszustellen. Denn der Zeitgeschmack tendiert nach schlichteren Formen des Bilderrahmens und ganz anderen Auffassungen seiner ästhetischen Funktion.

In the most recent edition of Das Goetheanum (43/2011), there’s an article by Reinhold J Fäth (who wrote a dissertation on Steiner’s design) about anthroposophical picture frames. (It also has a section on the Steiner portraits that are ever so present in many anthroposophical environments — in anthro wooden frames, of course.) Worth reading. In addition to this article, there are several related to the (now closed) Steiner — Turrell — af Klint exhibition in Järna. (The total number of visitors seems to have been 24 500; it’s the first time I’ve seen a number.)