contradiction

Taja Gut’s book — a kind of recorded internal dialogue (or something, I can’t really describe it in english, please forgive me!) — is perhaps one of the more interesting modern books about anthroposophy. Taja Gut used to work at the Rudolf Steiner Verlag. Here’s what he says about Steiner’s contradictions.

Und die Wiedersprüche?

Sind nicht von ihn zu trennen. Sie weisen ihn als Suchenden aus, auch wenn er sich fortwährend als Finder gebärdet. Durch das Wiedersprüchliche wird sein Entwicklungsweg persönlich, individuell, glaubwürdig. Und gerade weil sein Weg ein zutiefst persöhnlicher und keine kopierbare Vorlage ist, kann ich ihm auf meinem Entwicklungsweg begegnen. Das Verwischen der Paradoxien entfremdet ihn seinem Lebensweg und verformt ihn zu einem Idol, einem toten und lächerlichen Trugbild der eigenen Verzagtheit. [Gut, Wie hast du’s mit der Anthroposophie? s 87.]

There is a chapter that deals at least partly with Steiner and racism. Perhaps not completely successfully, I think critics would say. What he has to say about cultishness and about much else is highly interesting, however. This, on p 115:

Anthroposophen, die heute noch auftreten, als hätten sie keine Fragen, bloß Antworten, und dabei nur wiederzugeben was Steiner vor hundert Jahren geäußert hat, reduzieren das Ganze stur auf ein historisches Enmanunternehmen. Und wundert sich noch, dass weder sie noch Steiner Gehör finden.

Or on p 57:

Dieser Imitationsversuch, das schleierige Gewaber manchmal, bis in Sprache hinein — da frage ich mich, geht es om Steiner, um die Verehrung oder um den Verehenden? Ich habe nämlich nicht den Eindruck , dass under denjenigen, die verbissen jedes Wort von ihm verteidigen, ein großes Interesse für Rudolf Steiner vorhanden ist. Für den Seelenbalsam, den er spendet, ja, aber nicht für ihn.

It’s a book worth reading, because it takes anthroposophy quite seriously without applying the usual highstrung rhetoric, by and large without defensiveness, and without animosity towards the world and without that so familiar air of superiority. It’s a very sympathetic approach and a book I can appreciate. Particularly interesting to read were also the sections in which Gut deals with his own relationship to Steiner and anthroposophy.

4 thoughts on “contradiction

  1. It is a very nice book. But there are some points I disagree with him. For example – it is a small point in your quotation only – I don’t think that those contradictions reveal Steiner as a seeker.

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